Archiv für die Kategorie ‘ausgelesen’

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Die Nacht der Raben – Ann Cleeves

Dezember 4, 2007

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Der nördlichste Bereich Großbritanniens ist hier der Schauplatz des Verbrechens, die Shetland-Inseln. Die Landschaft wird sehr liebevoll beschrieben, als ob man selbst dort ist. Aber zur Tat:

Es ist Winter auf den Shetlands. Die Neujahrsfeiern sind zu Ende und man trifft doch noch den ein oder anderen auf der Straße. Die Idylle ist perfekt, bis wenig später Fran Hunter die Leiche der sechzehnjährigen Catherine Ross findet. Erwürgt sitzt sie inmitten von Raben. Schnell wird Magnus Tait, ein älterer Mann, beschuldigt, da schon mal ein Mädchen vor acht Jahren verschwunden bzw. getötet wurde und er der Hauptverdächtiger war. Seitdem wird er gemieden. Zu Anfang zweifelt nur Inspektor Perez an seiner Unschuld. Doch was ist wirklich vor acht Jahren passiert? Und was spielt das bei diesem Mord für eine Rolle? Warum mußte Catherine sterben und wer hat sie umgebracht? Alles ungeklärte Fragen, die sich langsam beginnen zu lösen, spätestens wenn die kleine Tochter von Fran Hunter während eines Festivals verschwindet.

Weißt Du, wem Du trauen kannst? Faszinierende Einblicke in eine geschlossene Gesellschaft, in der jeder meint jedes Geheimnis über den Anderen zu kennen, doch tun sie das wirklich? Teilweise tuen sich Abgründe auf und die Idylle trügt. Es lässt sich herrlich lesen, die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und die Frage we es nun war bleibt bis zum Schluß spannend.

Zu Recht hat Ann Cleeves 2006 den wichtigsten Krimiliteraturpreis gewonnen. Und das schönste es folgen noch drei Bände, die auf den Shetlands spielen, jeweils zu einer anderen Jahreszeit.

Sehr lesenswert!

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Coraline – Neil Gaiman

November 30, 2007

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Hier abgebildet die deutsche Ausgabe, gelesen wurde es in englisch.
Coraline ist umgezogen. Sie möchte ihre neue Umgebung erkunden und fängt im Haus an. Außer den anderen Mitbewohnern, findet sie eine verschlossene Tür, dahinter eine Backsteinmauer. Dieser Ort zieht sie an und eines Tages ist die Mauer weg. Dort findet sie eine Spiegelwelt ihrer Welt sehr ähnlich. Die dortige Mutter kocht besser als ihre, der Vater kümmert sich mehr um sie als ihrer und trotzdem merkt Coraline das irgendwas nicht stimmt. Hinter der freundlichen Fassade des Wesens verbirgt sich eine grässliche Kinderfängerin. Coraline ist ihr auserkorenes Opfer. Coraline merkt schnell wie albtraumhaft diese Spiegelwelt ist und setzt alles daran wieder nach Hause zu gelangen, doch der Schlüssel zur Tür ist verloren gegangen und dann nimmt dies Wesen noch ihre leiblichen Eltern gefangen. Coraline wehrt sich und nimmt allen Mut zusammen. Ob es ihr gelingt, bitte selber lesen. Lohnt sich allemal.

Ein sehr schönes, wohlig-gruseliges „Märchen“ für Teenies und Erwachsene. Der Schreibstil ist unverkennbar und man kann das Buch auch nicht aus der Hand legen. Die Charaktere sind sehr ausgeprägt dargestellt, was natürlich zum „Effekt“ beiträgt. Wie man es von Neil Gaiman gewohnt ist, kann man hier wieder schaurig-schräge und skurrile Literatur erwarten.

Nicht unbedingt empfehlenswert für Zartbeseitete.

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Im Jenseits ist die Hölle los – Arto Paasilinna

November 18, 2007

Die Finnen sind ja bekanntlich ein lustiges skurriles Völkchen und so ist dieser Roman auch lustig und skurril.

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Es fängt mit der Beschreibung des Todes vom ich-Erzähler an. Während er einer hübschen Frau auf die Beine schaut, damit er auch jedes Detail einfängt, den Bürgersteig verlässt, wird er auch schon prompt von einem Auto überfahren. Schädelbruch – tot. Sein Geist nimmt etwas entsetzt diese Szene war, denn keiner nimmt so richtig Anteil an seinem Tod, die hübsche Frau dreht sich nicht noch mal um, der Autofahrer ist über die Beule in der Motorhaube entsetzt und er selbst ist jetzt tot. Dreißig Jahre alt, Journalist und verheiratet. Alles vorbei. Doch eigentlich fängt alles erst mal richtig an. Im Laufe der nächsten Tage merkt er das seine Frau gar nicht richtig trauert und er auch so nicht schmerzlich vermißt wird. Er freundet sich mit anderen Geistern an, zum einen der Propst Hinnermäki, dem Papst Pius IX. und einigen anderen, er wrid der ewigen Liebe begegnen, sowie einige Unarten des Lebens lernen. Und die Welt könnte man weiter verbessern…

Alles in allem hab ich es sehr schnell durchgelesen, da die Personen so klasse beschrieben sind. Die Idee als solches ist total skurril, aber super umgesetzt. Einer der erheitertesten „Leben-nach-dem-Tod“-Variante wird hier erzählt. Also für mich steht fest ein weiterer Paasilinna-Roman wird folgen.

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The Curious Incident of the Dog in the Night-Time – Mark Haddon

November 16, 2007

Diesmal hab ich mich mal an ein englischsprachiges Buch gewagt und es war herrlich zu lesen.

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Die deutsche Ausgabe heißt: Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone

Worum geht´s?

Christopher Boone ist 15 Jahre, drei Monate und zwei Tage alt, liebt die Farbe rot hasst alles Gelbe und Braune. Er beherrscht die Primzahlen bis 7507. Neues, Überraschungen und Lautes schrecken ihn ab, bzw. versetzen ihn in Panik. Er kann mit Zweideutigkeiten und dem Mimikspiel der Erwachsenen nichts anfangen, was Außenstehende natürlich nicht verstehen können. Seine Mutter ist verstorben, so lebt er mit seinem Vater zusammen. Was manchmal auch schon brenzlig ist. Eines Nachts -als Christopher mal wieder nicht schlafen kann- entdeckt er den ermordeten Hund der Nachbarin. Ehrgeizig wie er nun mal ist, möchte er das Rätsel lösen und stößt dabei auf ein gut gehütetes Geheimnis….

Die Geschichte wird aus Christophers Sicht erzählt. Man bekommt einen „kleinen“ Einblick in das Denken eines Autisten. Es ist schon interessant zu erfahren, wie er sein Essen nur mag, warum rot toll ist und gelb nicht, was er als Entspannungsmethode vorzieht und überhaupt. Vieles was man als „normaler Mensch“ als selbstverständlich erachtet, wirkt für genau diese Gruppierung manchmal sehr entfremdend, z. B. Sarkasmus. Es regt zum Nachdenken an, aber als allererstes zum Genießen, denn die Abenteuer von Christopher sind sehr herzlich und warm beschrieben worden.

Was jetzt aber das Geheimnis ist, verrate ich nicht. Selber lesen bildet! ;-)

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Die Glasbücher der Traumfresser – Gordon Dahlquist

Oktober 19, 2007

Ein sehr schönes Buch, kann ich nur empfehlen. Alleine die Aufmachung ist schon sehr gelungen. Das Buch besteht aus 10 Kapiteln und jedes Kapitel ist einzeln gebunden. Somit gerade für Bahnfahrer oder sonstwoLeser geeignet. Im Schuber sehen sie alle zusammen auch hübsch aus. Genug Design.

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Es spielt im viktorianischen England.

Die junge Miss Temple, Verlobte von Robert Bascombe, erfährt von der Lösung der Verlobung per Brief. Nachdem sie sich einen Tag der Verzweiflung hingegeben hat, will sie gerne wissen, warum er die Verlobung gelöst hat und fängt an Ihren Exverlobten nachzuspionieren. Dabei gerät sie in einem Strudel von Intrigen, Hinterhalte und Verschwörungen…..

Der Arzt Svenson ist zusammen mit dem Gefolge des mecklenburgischen Prinzen in England. Die Heirat des Prinzen mit der Lady Vandaariff steht bevor. Doch urplötzlich verschwindet der Prinz. Da der Prinz ein Schwerenöter ist, findet Svenson ihn in einem „Hotel“. Dort erschrickt er über den Zustand des Prinzen. Svenson wird noch merkwürdigere Erkrankungen sehen und ebenfalls ein Haufen Intrigen, Verschwörungen und Hinterhalte….

Chang, auch der Kardinal (wg. seines roten Ledermantels) genannt, ist ein Berufskiller/sucher/problemlöser. Er erhält den Auftrag eine „Hure“ , die sich Isobel Hastings nennt, aufzufinden. Auf der Suche nach Ihr gerät auch er in den Strudel der Intrigen, Verschwörungen und Hinterhalte…

Durch puren Zufall finden sich diese drei Hauptakteure und bekämpfen zusammen diesen Strudel, indem noch blaues Glas, Liebe, ein Verfahren, Habgier, der Künstler Oskar Veilandt, die Verkündigung und vieles mehr eine Rolle spielt.

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Mir hat es sehr gut gefallen. Am Anfang war es etwas verwirrend, doch man liest sich schnell in die Geschichte ein. Eine Fantasygeschichte mit nem Touch Sherlock Holmes und Erotik. Die Protagonisten sind nur in Band 4 und 10 zusammen zu finden. Die ersten drei Kapitel stellen sie einzeln vor und zeichnen ihren Weg ins Abenteuer auf. Die restlichen Kapitel erzählen jeweils von einem Akteur und seinem Handeln. Manches überschneidet sich und macht erst im letzten Kapitel wieder richtig Sinn.

Für das Erstdebüt eine hervorragende Arbeit. Fazit: Lesenswert!