In den alten „Viehwaggons“ der Bahn, bevorzugt auf meiner Linie eingesetzt, aber auch andere kommen in diesen Hochgenuß von Komfort, gibt es keine Haltestellenanzeige. Man ist entweder auf seine eigenen Äuglein angewiesen, die einen bestätigen anhand der vorbeiziehenden Landschaft und der Bahnhofsschilder wo man gerade ist, oder man zählt tatsächlich die Haltestellen mit oder aber man liest, schnattert, döst und ist auf die Durchsage des Lokführers angewiesen.
Meistens ist bei 90 % der Zugreisenden letzteres der Fall. Bloß wie doof sieht das aus, wenn die Hälfte der Mitinsassen jede Haltestelle aufsteht und aussteigen will, dann erfährt wo sie sind und sich dann wieder hinsetzt. Und nur weil der Lokführer über seinen Streik das deutliche Sprechen verloren hat. Er nuschelt. Die Haltestelle „Herne Bahnhof“ hörte sich ungefähr so an: „h……..ho.!“ Alles klar und deutlich …. daneben!
Aber lieben Dank für dies kostbare Erlebnis an einem depressiven Morgen. Erinnerte irgendwie an „Reise nach Jerusalem“.
Mehr davon!








